FF Furth - Freitag, 26.02.2021

Großbrand in Furth a. d. Triesting


Beim Brand eines Wohnhauses wurde eine Familie mit Drillingen teilweise schwer verletzt. 99 Feuerwehrkräfte standen im Einsatz, um das Feuer zu löschen.


Am Freitag, den 26. Februar 2021, um 17:34 Uhr, wurden die Feuerwehren Furth, Weissenbach, Altenmarkt, Nöstach, Pottenstein und Berndorf, von der Bezirksalarmzentrale Baden, zu einem "Dachstuhlbrand (Alarmstufe B3) in Furth" alarmiert.

Zuvor war es in einem Arbeiterwohnhaus des ortsansässigen Sägewerkes zu einem Brand gekommen. Das Feuer brach vermutlich im Dachgeschoß des Holzhauses, in dem eine Familie mit drei Kindern lebt, aus. Die Familie war zum Zeitpunkt des Brandes Zuhause und konnte das Haus in letzter Sekunde selbständig verlassen. Die Flammen breiteten sich rasend schnell in dem alten Gehölz aus. Ein Nachbar, der das Geschehen beobachtet hatte, alarmierte geistesgegenwärtig über den Notruf 122 die Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Beim Eintreffen der ersten Tanklöschfahrzeuge stand das Obergeschoß bereits im Vollbrand. Im Schock war die Mutter weitere Male ins Haus gerannt, um einige Habseligkeiten zu retten. Der Einsatzleiter konnte die Frau davon abhalten. Da zu diesem Zeitpunkt durch ungenaue Angaben nicht klar war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, durchsuchte ein Atemschutztrupp das Erdgeschoß, das inzwischen ebenfalls von den Flammen befallen war.

Da sich zum Glück keine Menschen mehr im brennenden Gebäude aufhielten, konnte der Schwerpunkt auf die Brandbekämpfung rund um das Objekt  gelegt werden. Nach und nach trafen immer mehr Feuerwehren ein, und so konnte mit dem Außen- und Innenangriff die  Flammen unter Kontrolle gebracht werden. 

Inzwischen kümmerten sich die Sanitäter des Roten Kreuzes medizinisch um die Familie. Der Vater und die drei Kinder wurden leicht verletzt und konnten in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden.  Die Mutter musste vom Notarzt erstversorgt und mit dem Hubschrauber Christophorus 3 in eine Spezialklinik geflogen werden. 

Die Löscharbeiten erwiesen sich als schwierig, da in den Zwischenräumen der Holzriegelwände immer wieder versteckte Glutnester das Feuer entfachten. Mit Wärmebildkameras wurden diese lokalisiert und abgelöscht. Mittels Drehleiter und Krankorb musste auch teilweise die Dachdeckung geöffnet werden, um die glosende Wärmedämmung im Gebälk zu löschen. Ein Schwerpunkt des Einsatzes war, die angrenzenden Nebengebäude sowie die nahestehende Halle des Sägewerks vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen.  

Die schweißtreibenden Arbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden. Erst dann konnte vom Einsatzleiter der Befehl "Brand aus, zum Abmarsch fertig!" gegeben werden. 

Die eingesetzten Kräfte, bis auf eine bereitgestellte Brandwache, rückten in die Gerätehäuser ein. Insgesamt standen 99 Mann mit 18 Fahrzeugen aus sechs Feuerwehren im Einsatz.

Zur Brandursache bzw. dem entstandenen Sachschaden, können zur Zeit noch keine Angaben gemacht werden. 

Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB ÖA 

 

 
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