UA 4 - Samstag, 14.04.2018

Übung Gasexplosion


Wie schon im Vorjahr, durften die Feuerwehren der Unterabschnitte 4 und 5, das militärische Übungsgelände für eine großangelegte Übung nutzen.


Am Samstag, den 14. April 2018, um 08:00 Uhr trafen sich die Feuerwehren Pottenstein, Fahrafeld, Neuhaus, Nöstach, Furth und Altenmarkt zur gemeinsamen Übung der Unterabschnitte 4 und 5.

Annahme der großangelegten Übung war eine Gasexplosion in einer fiktiven Fabrik. Ausgelöst durch dieses Ereignis, mussten von den teilnehmenden Wehren 4 verschiedene Einsatzszenarien abgearbeitet werden. Hierfür durften wir das Gelände des ehemaligen "Tritol-Werkes", das seit seiner Schließung dem österreichischen Bundesheer als Übungsgelände dient, nutzen.

Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung durch Übungsleiter Hauptmann Bernhard Lindenberg konnte die Übung beginnen.

ÜBUNGSANNAHME:

Um 07:40 Uhr kam es am Firmengelände der Firma „XXXXX" im Werk 2 zu einer Gasexplosion. Das Werk wurde gemäß den Alarmmaßnahmen evakuiert. Derzeit ist die Anzahl der Vermissten ungewiss. Laut Werksleiter ist es im Werk 2 zu erheblichen Schäden gekommen. Die Produktionshalle ist teilweise eingestürzt. Vertrümmerungen blockieren den Weg der Ersthelfer zu eventuell eingeschlossenen Personen. Obwohl der Haupthahn der Gasleitung geschlossen wurde, ist eine erhebliche Rauchentwicklung aus dem Inneren des Gebäudes erkennbar. Einer der Haupteingänge wurde verschüttet. Hr. XXX ist Sicherheitsbeauftragter des Werks 2 und im Moment dabei, die Lage zu erfassen.

Bis dato ist bekannt, dass:

* Der Laborleiter vermisst wird und äußerlich unverletzte Personen, bewusstlos vor dem Laboreingang gefunden wurden. Womit die Entwicklungs- & Forschungsabteilung derzeit Versuche macht, ist dem Werksleiter nicht bekannt. Durch die Sicherheitsfenster des Labors konnte man dichte Rauchschwaden erkennen. Aus Sicherheitsgründen und fehlender Ausrüstung wurde die Labortüre geschlossen gehalten und der Schleusenbereich gesperrt. Grundsätzlich hat das Labor derzeit den Auftrag Bakterien zu erforschen, die die Zersetzung der biologisch abbaubaren Verpackungen fördern soll. Die Schädlichkeit der Bakterien für den menschlichen Organismus ist nicht bekannt.

* Beim Abgehen, der Notausgänge festgestellt wurde, dass einer der Ausgänge zur Gänze verschüttet wurde. Eine kleine Öffnung konnte geschaffen werden. Aus dieser Öffnung wurden Stimmen vernommen, die mittlerweile verstummt sind. Die Anzahl der Personen konnte nicht festgestellt werden. Es ist bekannt, dass es sich bei diesem Notausgang um den Kellerausgang handelt.

* Die Rauchentwicklung aus dem Innenhof des Werks stammt. Im Innenhof steht das erste Modell das 2015 vom Band gelaufen ist und erstmals biologisch abbaubare Verpackungen produzieren konnte. Die Firmenleitung ließ es überdachen und als Ausstellungsstück für Besucher instandhalten. Zur Zeit der Explosion war gerade eine Führung im Werk unterwegs. Der Führungsleiter Hr. ÖCKBRAUN wurde bei der Explosion verletzt und ist nicht Auskunftsfähig ob und wie viele Personen sich zum Explosionszeitpunkt im Bereich der Schauanlage befanden.

* Durch die Erschütterung die Stiegen in den Zwischenstock oberhalb des Haupteinganges eingestürzt sind und keiner der Arbeiter aus dem Zwischenstock am Sammelplatz angekommen sind. Es wird befürchtet, dass einige Arbeiter zu Tode gestürzt sind und weitere im Zwischenstock fest sitzen.

Generell beurteilt der Firmenstatiker Hr. YYYY das Gebäude als einigermaßen stabil. Das das Gebäude ist als Ziegelbau ausgeführt und teilweise mit Stahlbeton verstärkt. Da die Hitzeeinwirkung nur punktuell war, kann davon ausgegangen werden, dass das Werk 2 nicht weiter kollabieren wird. Dennoch ist mit herabfallenden Bauteilen zu rechnen. Es kann auch nicht garantiert werden, dass alle Anlagen spannungslos sind. Die Absauganlage ist zur Gänze ausgefallen. Die einzige Belüftungsmöglichkeit ist derzeit Fenster zu öffnen. Aus Sicherheitsgründen wurde Gas, Strom und Wasser abgeschaltet und darf nicht wieder aktiviert werden. Um 1400Uhr hat der Pressesprecher Hr. ZZZZ eine Pressekonferenz vorgesehen. Bis dahin sollte die Lage zumindest beurteilt und die Schadensbewältigung eingeleitet sein.

Diese Stationen des Großschadenereignisses wurden von den Kameraden, die im Vorfeld in Gruppen eingeteilt wurden, im Stationsbetrieb abgearbeitet.

So konnte bei der Nachbesprechung seitens des Abschnittes Pottenstein, von Brandrat Rudolf Hafellner und Abschnittsbrandinspektor Gerald Lechner, eine positive Bilanz des arbeitsreichen und zeitintensiven Tages gezogen werden. Die Unterabschnittskommandanten Hauptbrandinspektor Alexander Cepko und Thomas Schonaklener bedankten sich bei den Kameraden für die Teilnahme an der sehr realitätsnahen Übung.

Fotos: HBI Alexander Cepko, LM Albert Braunöck


 
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