FF Pottenstein - Freitag, 20.05.2016

Volksschule Pottenstein evakuiert


Eine Großübung der Feuerwehr war der Anlass zur Räumung des Schulgebäudes.


Am Freitag, den 20. Mai 2016, um 10:22 Uhr wurde die Feuerwehr Pottenstein zu einer außerordentlichen Großübung in die örtliche Volks- und Politechnische Schule alarmiert.

Annahme der Übung war, dass im WC im Obergeschoß der Lehranstalt ein Feuer ausgebrochen und durch die starke Rauchentwicklung das passieren der Fluchtwege nur erschwert möglich ist. Um das Ereignis so realistisch wie möglich zu gestalten, wurden die Schüler zuvor nicht in das Vorhaben eingeweiht. So wurden von der Feuerwehr mittels Nebelgerät die Gänge "verraucht", bis der Rauchwarnmelder den schrillen Alarmton auslöste, der zugleich für die Lehrkräfte den Start der Übung signalisierte. Die Schüler, die inzwischen von ihren Klassenlehrern in Kenntnis der Simulation gesetzt wurden, verließen vorschriftsmäßig das Gebäude. Die Direktorin verständigte über die Notrufnummer 122 die Einsatzkräfte.

Wie auch in einem Ernstfall laut Alarmplan üblich, wurden bei der Alarmierung die Kameraden aus Berndorf, Fahrafeld, Weissenbach und Neuhaus zur Unterstützung mit verständigt.

Als wir kurze Zeit später mit dem ersten Tanklöschfahrzeug die Einsatzadresse über den Hausbergweg erreichten, waren die Schüler bereits klassenweise auf dem dafür vorgesehenen Sammelplatz auf der Wiese hinter dem Turnsaal versammelt und beobachteten das Eintreffen der weiteren Einsatzfahrzeuge.

Da bei der Standeskontrolle am Sammelplatz einige Schüler abgängig waren, leitete der Einsatzleiter eine sofortige Erkundung der Innenräume mittels Atemschutztrupps ein. Diese machten sich sogleich auf den Weg um die Vermissten zu suchen. Nach kurzer Zeit konnten die Schüler in ihren Klassenzimmern im Obergeschoß gefunden werden. Da sie laut Annahme verletzt waren, mussten sie über die inzwischen eingetroffene Drehleiter aus Berndorf bzw. mit dem Krankorb der Feuerwehr Weißenbach über die Fenster ins Freie gebracht werden.

Nachdem alle Schüler aus der gestellten Situation gerettet und der fiktive Brandherd gelöscht war, konnte die Einsatzübung beendet werden.

Bei der anschließenden Nachbesprechung, bei der auch die Direktoren der Volksschule und des Polytechnischen Lehrganges, sowie die Bürgermeisterin Eva Baja-Wendl anwesend waren, konnten einige Probleme die sich im Übungsverlauf gezeigt haben, wie zum Beispiel die engen Zufahrtsmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge, besprochen und Lösungsansätze gefunden werden.

Die gewonnenen Eindrücke aus dieser Übung könnten in einem hoffentlich nie eintretenden Ernstfall wertvolle Erkenntnisse für die Einsatzkräfte sowie die Lehrkräfte bringen.

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen der Schulen für die gute Zusammenarbeit sowie bei allen Schülern für die hervorragende Mitarbeit. Natürlich auch bei allen mitwirkenden Kameraden, die sich für die Teilnahme an dieser Übung die Zeit und Urlaub genommen haben.

Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB-ÖA

 
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